Seiteninhalt
Bernhard Kobilke erhält erste Platinnadel
Bayernweite Premiere für Auszeichnung der Freien Wähler

DZ vom 11.12.2010
Ehrungen von langjährigen Mitgliedern und ein Rückblick auf das vergangene Jahr standen bei den Freien Wählern auf dem Programm. Landesvorsitzender und MdL Hubert Aiwanger informierte über die Landespolitik, Bürgermeister Christian Mayer über die Gemeindepolitik und die Arbeit im Kreistag.
Zum gemeinsamen Jahresrückblick haben sich die Freien Wähler aus Hengersberg/Altenufer, Schwarzach/Frohnstetten und Schwanenkirchen/Waltersdorf im „Niederalteicher Hof“ getroffen. Sehr zufrieden ist Mayer über die Erfolge in der eigenen Gemeinde. Dank absoluter Mehrheit im Gemeinderat habe man in den letzten Jahren sehr erfolgreich wirtschaften können, so Mayer. Die Schulden konnten trotz zahlreicher Investitionen halbiert werden. Nicht ganz so zufrieden zeigte sich der Hengersberger Rathauschef mit den Erfolgen im Kreistag. Kopfzerbrechen bereite ihm die Situation des Deggendorfer Hafens. Er halte ihn für unwirtschaftlich, schließlich zahle man im Jahr eine Million Euro drauf. Diese werde zur Hälfte auf die Städte Deggendorf, Plattling und Osterhofen aufgeteilt. Trotzdem verblieben 500 000 Euro für den Landkreis, für Hengersberg bedeute dies 40 000 Euro im Jahr, die an den Hafen gehen. Auch den Nutzen für die Gewerbebetriebe stufe er als sehr gering ein. Noch schwerere finanzielle Zeiten sehe er auf die Kommunen zukommen, so Mayer. Der Bezirk habe seine Umlage um 3,5 Prozentpunkte erhöht. Bei der Kreisumlage rechne er mit vier Punkten. Dies sei für die Gemeinden nicht mehr tragbar.
Beim Jahresrückblick mit Hilfe einer Bilderpräsentation von Markus Mirwald erinnerte Andrea Domani-Bauer über die zahlreichen Aktionen seit den Neuwahlen im vergangenen Jahr. Sehr erfolgreich waren die Freien Wähler beim Adventsmarkt im vergangenen Jahr. Hier konnte der Reinerlös verdoppelt werden. Die 400 Euro wurden für die Frauenbergkirche gespendet.
Teilgenommen haben die Freien Wähler am Drei-Königs-Treffen in Passau. Mitorganisiert haben sie auch den Politischen Aschermittwoch in der Deggendorfer Stadthalle.
Als gelungene Veranstaltungen bezeichnete sie den Auftritt der Wellküren in Hengersberg und die Verabschiedung der Donauresolution mit MdL Aiwanger. Darin haben sich die Freien Wähler zum Schutz der frei fließenden Donau bekannt. Mitdemonstriert haben die Mitglieder auch in Berching, wo es um eine bessere Finanzausstattung der Kommunen.
Höhepunkt war die Ehrung von „Urgesteinen“ und „Gründungsvätern“ der Freien Wähler. Die größte Ehre wurde Bernhard Kobilke vom Ortsverband Hengersberg/Altenufer zuteil. Als erstes Mitglied der Freien Wähler Bayern erhielt er die Ehrennadel in Platin von Hubert Aiwanger und Andrea Domani-Bauer. Mitglied bei den Freien Wählern ist er seit 1977. Von 1978 bis 1996 gehörte er dem Gemeinderat an. 1996 übernahm er den Vorsitz der Freien Wähler Hengersberg/Altenufer. Johann Grill, Ortsvorsitzender der Freien Wähler Schwanenkirchen/Waltersdorf dankte Xaver Maier. Seit den 70er Jahren ist er bereits Mitglied bei den Freien Wählern. 1984 zog er in den Marktrat ein. Seit 26 Jahren hat er dieses Amt ununterbrochen inne. 2008 bekam er den Goldenen Ehrenring des Marktes Hengersberg überreicht. 20 Jahre war er Ortsvorsitzender der Freien Wähler Schwanenkirchen/Walterdorf.
Gerhild Maiwald, Ortsvorsitzende der Freien Wähler Schwarzach/Frohnstetten überreichte an Alfred Strasser die goldene Ehrennadel. Mitglied ist Strasser seit 1983. Von 1984 bis 1990 war er Mitglied des Marktrates. Weiter wurde Hans Schrimpf aus Schwarzach mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. 1989 trat er als Mitglied bei. Von 1995 bis 2001 war er Vorsitzender des Ortsverbands. Von 1996 bis 2008 war er als Marktrat für die Freien Wähler aktiv. Unermüdlich habe er sich viele Jahre für den Hochwasserschutz in Schwarzach eingesetzt.
Landesvorsitzender Hubert Aiwanger dankte den Geehrten. Ohne langjährige Mitarbeiter und Mitglieder wären die Freien Wähler nicht so erfolgreich. Die Freien Wähler seien bürgernah, sachbezogen und unabhängig, bekräftigte Aiwanger. Aiwanger informierte über die aktuellen Ziele. Der maximal sanfte Ausbau der Donau, der dringend notwendige Breitbandausbau und die Stärkung des ländlichen Raums seien neben der Verbesserung der Bildungspolitik die Hauptziele. Weiter informierte er über den Kampf gegen seiner Meinung nach unnütze geplante Großprojekte wie die dritte Startbahn am Münchner Flughafen oder der S-Bahn-Ausbau in München. Knappe Gelder müssten sinnvoller eingesetzt werden, forderte der Landesvorsitzende.






















